• WESENsART Papeterie post@wesensart-papeterie.de

Achtsamkeit für die Umwelt beginnt bei dir – ein Interview mit Maria Anna Schwarzberg 1000 600 WESENsBande
Achtsamkeit für dein Umfeld beginnt bei dir selbst Ein Interview mit

Achtsamkeit für die Umwelt beginnt bei dir – ein Interview mit Maria Anna Schwarzberg

Bestimmt unbezahlte Werbung, da wir dir im Rahmen des Interviews einen tollen Podcast, ein tolles Buch und noch so einiges mehr empfehlen.

Wir hatten gerade unsere Crowdfunding für unser Buch »Ich kann sein, wer ich will« gestartet und plötzlich klopfte die Autorin, Aktivistin und Verlegerin Maria Anna Schwarzberg – an unsere Instagram-Tür an, da sie uns im Startnext-Feed entdeckt hatte. Natürlich freuten wir uns wie Bolle und verabredeten uns zum gemeinsamen Mittag – schließlich ist unsere gemeinsame Hood Magdeburg. Wir verstanden uns auf Anhieb, tauschten uns über Crowdfunding, Onlinebusiness, ihren Podcast »Proud to be Sensibelchen«, achtsames Arbeiten, gesellschaftliche Themen, leckeres Essen und vieles mehr aus. Und es blieb nicht bei dem einen Treffen.

Daher dachten wir uns, dass wir dir – getreu dem Motto »Bildet Banden!« – die wunderbare Maria Anna Schwarzberg im Rahmen eines Interviews mal näher vor.
Dafür trafen sich Kirsten und Maria an einem sonnigen Dienstag im Mai zum Mittagessen und plauderten bei Pandablätter- und Hibiskusblütentee über Achtsamkeit, Scham, Feminismus, Empowerment und wie Weltveränderung im Kleinen beginnt.

Wir haben im weiteren Sinne das gemeinsame Thema Achtsamkeit. Was verstehst du unter darunter?

Ich verstehe unter Achtsamkeit den wohlwollenden Umgang mit sich und anderen. Es ist für mich ein bedürfnisorientierter Ansatz, der weg geht von etwas machen, was machen andere hin zu was brauche ich.

Was möchtest du deinen Zuhörer*innen und Leser*innen mit auf den Weg geben?

Ich möchte ihnen vermitteln, dass es keine Scham und kein Stigma braucht – ganz generell gesprochen und natürlich im Speziellen auf das Thema Achtsamkeit bezogen.
Scham ist nie individuell – sobald du sie aussprichst, merkst du, dass sie auch Menschen aus deinem Umfeld betrifft. Ich erlebe das immer wieder: immer wenn ich etwas, zum Beispiel in meinem Podcast oder auf meinem instagram-Kanal anspreche, lädt es andere ein, auch darüber zu sprechen.
Und yes, was ist schon normal?!

Was sind deine Strategien, um mit dem ganzen Shit der Welt umzugehen?

Das Gefühl kenne ich gut – »die Menschen da draußen sind sch…, schlecht und ungerecht.« Dann sag ich mir, ich werde nicht allein die Welt verändern, aber ich kann meinen Teil dazu beitragen. Es gibt viele Stellschrauben und am besten, du beginnst nicht im Großen. Schon kleine Veränderungen tragen dazu bei. So nutze ich keine Plastikstrohhalme mehr, engagiere mich bei den Grünen und kaufe meine Kleidung nur noch Second Hand und/oder fair.
Es gibt da eine Zitat – ich weiß leider nicht mehr von wem es stammt –, das ungefähr so lautet: »Es ist nur eine Zahnbürste. Sagen 7 Milliarden Menschen.« Wenn also jede*r seinen kleinen Teil beiträgt, können wir gemeinsam Großes bewirken.

Was hast du mit queer-Feminismus zu tun?

Früher habe ich immer gedacht, Feminismus braucht es doch gar nicht mehr. Ich kann doch alles sagen und meine alleinerziehende Mama hat mich als eine emanzipierte Frau erzogen.
Irgendwann bin ich mir meiner Privilegien bewusst geworden und habe mich mehr mit diesen Themen beschäftigt. Und ich habe mich gefragt, ob das aktuell gelebte in Bezug auf Arbeit und Gesellschaftspolitik so sein und bleiben muss. Wir Menschen haben es in der Hand – wir müssen achtsam mit uns selbst und anderen sein. Das bedeutet also, dass wir zum Beispiel nicht nur für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und gleichwertige Bezahlung in Deutschland kämpfen sollten, sondern weltweit.
Das Thema ist super sensibel. Wichtig dabei ist, dass wir uns beim gemeinsamen Kämpfen nicht gegenseitig dissen, sondern vielmehr gemeinsam mit- und voneinander lernen. Und das Lernen hört nicht irgendwann auf – vielmehr lernen wir lebenslang.
Daher versuche ich Menschen, z. B. mit meinem Podcast für verschiedene Themen zu sensibilisieren. So habe ich mit der Journalistin Yara Hoffmann über das Thema Schwangerschaftsabbrüche gesprochen.

Und zum Abschluss noch eine Frage von unserer WESENsBande: Wenn du ein Wesen wärst – wie würdest du aussehen?

Ich wäre dunkelgrün. Oder gelb! Oder beides. Ich mag gern was mit Büchern und Entspannung, bin aber auch ganz schnell aufgeregt und will dann sofort die Geistesblitze umsetzen. Ich genieße so ziemlich alles bzw. richte ich vieles nach Genuss aus, nach einem Wohlfühlumfeld, in dem kreativ sein kann. Gern auch allein.

Maria Anna Schwarzberg als Wesen mit ihrem Buch »We are proud to be Sensibelchen« und ihrem Hund Marley im kreativen Arbeitsumfeld.
Maria Anna Schwarzberg als Wesen mit ihrem Buch »We are proud to be Sensibelchen« und ihrem Hund Marley im kreativen Arbeitsumfeld.

Achja, ich möchte gern noch ein paar Menschen grüßen:
meine Oma, meinen Bruder und alle Kolleg*innen vom Künstlerkartell.

Wir danken für den Plausch, das schöne Interview und freuen uns auf kommendes Mittagessen.

  • Für mehr queeren Feminismus 1000 600 WESENsBande Der Jahresrückblick 2018 der WESENsBande.
  • Wenn Pop politisch ist 1000 600 WESENsBande Aquarell-Portrait von Janelle Monáe mit Beitragstitel: »Wenn Pop politisch ist. Janelle Monáe ist das neue Universalgenie.«
  • Ein Tag, ein Leben, eine ganze Welt 1000 600 WESENsBande Virginia Woolf Aquarell-Portrait mit Beitragstitel.